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wettbewerbsrecht:irrefuehrende_werbung_mit_testergebnissen

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Irreführende Werbung mit Testergebnissen

Gemäß § 5 (1) S. 2 Nr. 1 UWG [→ Irreführende Produktangaben] ist eine geschäftliche Handlung irreführend, wenn sie unwahre Angaben enthält oder sonstige zur Täuschung geeignete Angaben über folgende Umstände enthält: die Ergebnisse oder wesentlichen Bestandteile von Tests der Waren oder Dienstleistungen;

§ 5 (1) S. 2 Nr. 1 UWG → Irreführende Produktangaben

Der Verkehr erwartet von einer werblich besonders herausgestellten Aussage, dass diese der Erwähnung wert ist.1)

Auf einen „Konsumenten-Test“ trifft dies nur dann zu, wenn er seriös durchgeführt worden ist und die Ergebnisse daher repräsentativ sind. Dabei kann das Ergebnis zwar durchaus die subjektiven Einschätzungen von Verbrauchern wiederspiegeln. In diesem Fall muss aber zum einen das subjektive Element des Tests in der Werbung deutlich gemacht werden und zum anderen muss die von den Verbrauchern abgegebene Bewertung ausschließlich auf Eigenschaften des Produkts beruhen und daher von äußeren Umständen unbeeinflusst sein.2)

Dabei obliegt es dem Werbenden, entsprechende (notwendigerweise pauschale) Behauptungen des Wettbewerbers durch einen substantiierten und nachprüfbaren Vortrag zu entkräften.3)

siehe auch

1) OLG Köln, Urt. v. 10.12.2010 - 6 U 112/10; m.V.a. Senat, Beschluss vom 16.11.2009 – 6 W 130/09 und Urteil vom 18.2.2009 – 6 W 5/09
2) , 3) OLG Köln, Urt. v. 10.12.2010 - 6 U 112/10; m.V.a. Köhler/Bornkamm, UWG, 28. Aufl., § 5 Rdn. 3.23
wettbewerbsrecht/irrefuehrende_werbung_mit_testergebnissen.txt · Zuletzt geändert: 2017/01/24 14:11 (Externe Bearbeitung)