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verfahrensrecht:entscheidungsgruende

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Entscheidungsgründe

§ 313 (3) ZPO

Die Entscheidungsgründe enthalten eine kurze Zusammenfassung der Erwägungen, auf denen die Entscheidung in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht beruht.

Begründungspflicht
Richterliche Rechtsfortbildung

Bei Divergenzen zwischen Tenor und Entscheidungsgründen ist grundsätzlich die Urteilsformel maßgeblich, weil die Entscheidungsgründe ihrer Auslegung, nicht aber ihrer Änderung dienen.1)

Der Inhalt eines Urteils ist in erster Linie der Urteilsformel zu entnehmen. Reicht die Urteilsformel allein für die Bestimmung des Inhalts nicht aus, sind zu ihrer Auslegung der Tatbestand und die Entscheidungsgründe, erforderlichenfalls auch das Parteivorbringen, heranzuziehen.2)

Art. 103 Abs. 1 GG → Anspruch auf rechtliches Gehör

Keine Pflicht zur Abarbeitung jedes Vorbringens (Art. 103 (1) GG)

Art. 103 Abs. 1 GG verpflichtet das Gericht nicht zu einer ausdrücklichen Befassung mit jedem einzelnen Vorbringen in den Entscheidungsgründen, insbesondere nicht bei letztinstanzlichen, mit ordentlichen Rechtsmitteln nicht mehr angreifbaren Entscheidungen.3)

siehe auch

Urteil

1)
BGH, Urt. v. 17. April 2007 - X ZR 72/05 - Ziehmaschinenzugeinheit; m.V.a. BGH, Urt. v. 13.5.1997 - VI ZR 181/96, NJW 1997, 3447, 3448; Zöller/Vollkommer, ZPO, 26. Aufl., Vor § 322 Rdn. 31
2)
BGH, Urteil vom 16. Dezember 2021 - I ZR 201/20 - ÖKO-TEST III; m.V.a. BGH, Urteil vom 28. Mai 2020 - I ZR 7/16, GRUR 2020, 891 Rn. 21 f. = WRP 2020, 1009 - Cookie-Einwilligung II, mwN
3)
BGH, Beschluss vom 3. November 2025 – I ZB 36/25; m.V.a. BGH, Beschluss vom 31. Juli 2025 – III ZR 422/23; BVerfG, FamRZ 2013, 1953 [juris Rn. 14]
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