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privatrecht:nichtigkeit_eines_vertrages_im_elektronischen_geschaeftsverkehr

finanzcheck24.de

Nichtigkeit eines Vertrages im elektronischen Geschaeftsverkehr

§ 312j (4) BGB

Ein Vertrag nach Absatz 2 kommt nur zustande, wenn der Unternehmer seine Pflicht aus Absatz 3 erfuellt.

Rechtsfolgen bei Verstoss gegen § 312j (3) BGB

Bei einem Verstoss gegen § 312j (3) BGB kommt der Vertrag gemaess § 312j (4) BGB nicht zustande; die Unwirksamkeit ist endgueltig (nicht schwebend).1)

Bestaetigung/Neuabschluss nach § 141 BGB

Ein unwirksamer Vertrag kann durch Bestaetigung gemaess § 141 (1) BGB neu abgeschlossen werden. Zur Vermeidung eines Umgehungsgeschaefts nach § 312m (1) S. 2 BGB muss die Bestaetigung die Anforderungen des § 312j (3) BGB erfuellen (ausdrueckliche Bestaetigung der Zahlungspflicht); eine konkludente Erklaerung genuegt nicht.2)

Richtlinienkontext (Art. 8 Abs. 2 RL 2011/83/EU)

Nach Art. 8 Abs. 2 Unterabs. 2 Satz 3 der RL 2011/83/EU ist der Verbraucher bei Verstoessen gegen die Buttonpflicht nicht gebunden; die weitere Ausgestaltung (endgueltige oder schwebende Unwirksamkeit, Bestaetigung) richtet sich nach nationalem Recht.3)

siehe auch

1)
BGH, Urteil vom 09. Oktober 2025 – I ZR 159/24; BGH, Urteil vom 19. Januar 2022 – VIII ZR 122/21; BGH, Urteil vom 04. Juni 2024 – X ZR 81/23
2)
BGH, Urteil vom 09. Oktober 2025 – I ZR 159/24
3)
EuGH, Urteil vom 30. Mai 2024 – C-400/22 – Conny
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