Einrede der wettbewerbswidrigen Behinderung

§ 8 Abs. 2 Nr. 10 MarkenG → Bösgläubige Markenanmeldung
§§ 3, 4 Nr. 10 UWG → Gezielte Behinderung, Wettbewerbswidrige Markenanmeldung

Den aus einer Marke hergeleiteten Ansprüchen kann im Wege der Einrede entgegengehalten werden, dass auf Seiten des Markeninhabers Umstände vorliegen, die die Geltendmachung des markenrechtlichen Schutzes als eine wettbewerbswidrige Behinderung im Sinne von §§ 3, 4 Nr. 10 UWG [→ Gezielte Behinderung, Wettbewerbswidrige Markenanmeldung] erscheinen lassen.1)

Das ist der Fall, wenn die Klagemarke bösgläubig im Sinne von § 8 Abs. 2 Nr. 10 MarkenG [→ Bösgläubige Markenanmeldung] angemeldet worden ist.2)

siehe auch

Einwände gegen den Vorwurf der Markenverletzung

1)
BGH, Urteil vom 23. September 2015 - I ZR 105/14 - Goldbären; m.V.a. BGH, Urteil vom 3. Februar 2005 - I ZR 45/03, GRUR 2005, 414, 417 = WRP 2005, 610 - Russisches Schaumgebäck; Urteil vom 26. Juni 2008 - I ZR 190/05, GRUR 2008, 917 Rn. 19 = WRP 2008, 1319 - EROS
2)
BGH, Urteil vom 23. September 2015 - I ZR 105/14 - Goldbären