Unterwerfungserklärung

Unterlassungserklärung
Vertragsstrafe

Unterwerfungserklärungen, die nach Schutzrechtsverletzungen oder Wettbewerbsverstößen abgegeben werden, dienen zwar auch der Schadens-pauschalierung in Bezug auf zukünftige Rechtsverletzungen1). In erster Linie besteht ihre Funktion jedoch darin, den Unterlassungsschuldner dadurch zur Einhaltung der von ihm versprochenen Unterlassungspflicht zu bewegen, dass er aufgrund der versprochenen Strafe vor weiteren Verstößen zurückschreckt.2)

Eine solche Unterwerfungserklärung hat zur Folge, dass die durch den in Rede stehenden Verstoß begründete Wiederholungsgefahr entfällt3) und den Parteien damit eine gerichtliche Klärung der , ob ein Unterlassungsanspruch besteht, erspart wird.4)

Für diesen Zweck muss die Vertragsstrafe so hoch [→ Höhe der Vertragsstrafe] sein, dass sich ein Verstoß für den Verletzer voraussichtlich nicht mehr lohnt.5)

siehe auch

Unterlassungserklärung

1)
vgl. BGH, Urteil vom 8. Mai 2008 - I ZR 88/06, GRUR 2008, 929 Rn. 9 = WRP 2008, 1225 - Ver-tragsstrafeneinforderung; Urteil vom 17. Juli 2008 - I ZR 168/05, GRUR 2009, 181 Rn. 42 = WRP 2009, 182 Kinderwärmekissen
2)
BGH, Urteil vom 13. November 2013 - Vertragsstrafenklausel; m.V.a. Bornkamm in Köhler/Bornkamm, UWG, 31. Aufl., § 12 Rn. 1.138; Teplitzky, Wettbewerbsrechtliche Ansprüche und Verfahren, 10. Aufl., Kap. 8 Rn. 21
3)
vgl. BGH, Urteil vom 7. Oktober 1982 - I ZR 120/80, GRUR 1983, 127, 128 = WRP 1983, 91 - Vertrags-strafeversprechen; Urteil vom 30. September 1993 - I ZR 54/91, GRUR 1994, 146, 147 = WRP 1994, 37 Vertragsstrafebemessung; BGH, GRUR 2009, 181 Rn. 42 Kinderwärmekissen; vgl. auch Teplitzky aaO Kap. 20 Rn. 2
4)
BGH, Urteil vom 13. November 2013 - Vertragsstrafenklausel
5)
BGH, Urteil vom 13. November 2013 - Vertragsstrafenklausel; m.V.a. OLG Hamm, WRP 1978, 395, 397; KG, WRP 1987, 322; Bornkamm in Köhler/Bornkamm aaO § 12 Rn. 1.139