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privatrecht:vertragsauslegung

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privatrecht:vertragsauslegung [2017/01/24 14:10]
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privatrecht:vertragsauslegung [2020/11/24 09:06] (aktuell)
mfreund
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 Bei mehreren möglichen Auslegungen ist derjenigen der Vorzug zu geben, bei der der Vertragsbestimmung eine tatsächliche Bedeutung zukommt, wenn sich die Regelung ansonsten als ganz oder teilweise sinnlos erweisen würde.((BGH, Urteil vom 18. September 2014 - I ZR 76/13 ; m.V.a. BGH, Urteil vom 7. März 2005 - II ZR 194/03, NJW 2005, 2618, 2619 mwN)) Bei mehreren möglichen Auslegungen ist derjenigen der Vorzug zu geben, bei der der Vertragsbestimmung eine tatsächliche Bedeutung zukommt, wenn sich die Regelung ansonsten als ganz oder teilweise sinnlos erweisen würde.((BGH, Urteil vom 18. September 2014 - I ZR 76/13 ; m.V.a. BGH, Urteil vom 7. März 2005 - II ZR 194/03, NJW 2005, 2618, 2619 mwN))
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 +Ein klarer und eindeutiger Wortlaut bildet keine Grenze für die Auslegung anhand der Gesamtumstände.((BGH, Hinweis-Beschluss v. 10. September 2020 - I ZR 237/19; m.V.a. BGH, Urteil vom 19. Dezember 2001 - XII ZR 281/99, juris Rn. 19; Urteil vom 18. April 2018 - XII ZR 76/17, NZM 2018, 601 Rn. 36 mwN))
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 ==== Überprüfung durch das Revisionsgerichts ==== ==== Überprüfung durch das Revisionsgerichts ====
  
 Die Auslegung von Individualvereinbarungen ist grundsätzlich dem Tatrichter vorbehalten. Das Revisionsgericht kann die Vertragsauslegung nur darauf überprüfen, ob sie gegen gesetzliche Auslegungsregeln oder Denkgesetze verstößt, erfahrungswidrig ist oder wesentlichen Tatsachenstoff außer Acht lässt.((BGH, Urteil vom 21. Januar 2010 - I ZR 206/07 - DiSC; m.V.a. BGHZ 150, 32, 37 - Unikatrahmen; BGH, Urt. v. 15.9.2005 - I ZR 58/03, TranspR 2006, 38 Tz. 27)) Die Auslegung von Individualvereinbarungen ist grundsätzlich dem Tatrichter vorbehalten. Das Revisionsgericht kann die Vertragsauslegung nur darauf überprüfen, ob sie gegen gesetzliche Auslegungsregeln oder Denkgesetze verstößt, erfahrungswidrig ist oder wesentlichen Tatsachenstoff außer Acht lässt.((BGH, Urteil vom 21. Januar 2010 - I ZR 206/07 - DiSC; m.V.a. BGHZ 150, 32, 37 - Unikatrahmen; BGH, Urt. v. 15.9.2005 - I ZR 58/03, TranspR 2006, 38 Tz. 27))
  
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