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markenrecht:eg:verordnung_ueber_qualitaetsregelungen_fuer_agrarerzeugnisse_und_lebensmittel

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markenrecht:eg:verordnung_ueber_qualitaetsregelungen_fuer_agrarerzeugnisse_und_lebensmittel [2021/02/24 08:23]
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markenrecht:eg:verordnung_ueber_qualitaetsregelungen_fuer_agrarerzeugnisse_und_lebensmittel [2021/02/24 08:52] (aktuell)
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 Anwendung findet, ergänzt durch die nationalen Ausführungsbestimmungen der §§ 130 ff. MarkenG.  Anwendung findet, ergänzt durch die nationalen Ausführungsbestimmungen der §§ 130 ff. MarkenG. 
  
 +Verordnung (EG) Nr. 1107/96 der Kommission vom 12. Juni 1996 zur Eintragung geographischer Angaben und Ursprungsbezeichnungen gemäß dem Verfahren nach Artikel 17 der Verordnung (EWG) Nr. 2081/92 
  
-Verordnung (EG) Nr. 583/2009 -> [[Aceto Balsamico di Modena]]+Verordnung (EWG) Nr. 2081/9 -> [[Markenrecht:Schutz von geographischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2081/92]] 
 + 
 +Verordnung (EG) Nr. 583/2009 -> [[Aceto Balsamico di Modena]] \\ 
 +-> [[Schwarzwälder Schinken]] \\
  
 -> [[Anwendungsvorrang des unionsrechtlichen Schutzes von Ursprungsbezeichnungen und geografischen Angaben gegenüber Schutzvorschriften des nationalen Rechts]] -> [[Anwendungsvorrang des unionsrechtlichen Schutzes von Ursprungsbezeichnungen und geografischen Angaben gegenüber Schutzvorschriften des nationalen Rechts]]
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 ==== Art. 7 Abs. 1 der VO 1151/2012: Produktspezifikation ==== ==== Art. 7 Abs. 1 der VO 1151/2012: Produktspezifikation ====
  
-Nach Art. 7 Abs. 1 lita, b und e VO 1151 muss eine geschützte geografische +Nach Art. 7 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 muss eine geschützte geografische Angabe einer Produktspezifikation entsprechen, die bestimmte Mindestangaben enthält.((BGH, Beschluss vom 3September 2020 I ZB 72/19 - Schwarzwälder Schinken ))
-Angabe einer Produktspezifikation entsprechen, die u. a. mindestens enthält +
-den als geografische Angabe zu schützenden Namen wie er im Handel oder +
-im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet wird, und ausschließlich in den +
-Sprachen, die historisch zur Beschreibung des betreffenden Erzeugnisses in +
-dem abgegrenzten geografischen Gebiet verwendet werden oder wurden((vgl. +
-auch Art. 3 Abs. 1 UnterAbs. 1 der DurchführungsVO (EG) Nr. 1898/2006)), +
-eine Beschreibung des Erzeugnisses sowie eine Beschreibung des Verfahrens +
-zur Gewinnung des Erzeugnisses und gegebenenfalls die redlichen und +
-ständigen örtlichen Verfahren.((BPatG, Beschluss vom 27Juni 2013 30 W (pat) 47/11))+
  
-==== Beschreibung des Verfahrens zur Gewinnung des Erzeugnisses (Art. 7 Abs. 1 Buchst. e der VO 1151/2012) ====+Art. 7 Abs. 1 der VO 1151/2012 -> [[Mindestangaben bezüglich der geschützten geografischen Angabe]] 
 + 
 +Art. 7 Abs. 1 Buchst. e der VO 1151/2012 -> [[Beschreibung des Verfahrens zur Gewinnung des geschützten Erzeugnisses]]
  
-Eine Änderung der Spezifikation, die die Zuerkennung einer geschützten geografischen Angabe an die Aufmachung im Erzeugungsgebiet knüpft, ist nur gerechtfertigt, wenn einer der drei in Art. 7 Abs. 1 Buchst. e der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 genannten Rechtfertigungsgründe - Qualitätswahrung oder Ursprungsgewährleistung oder Kontrollgewährleistung - vorliegt.((BGH, Beschluss vom 3. September 2020 - I ZB 72/19 - Schwarzwälder Schinken II)) 
  
 ==== Art. 13 Abs. 1 Unterabs. 1 Buchst. b Grundverordnung ==== ==== Art. 13 Abs. 1 Unterabs. 1 Buchst. b Grundverordnung ====
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 gestärkt worden ist.((BPatG, Beschluss vom 27. Juni 2013 - 30 W (pat) 47/11; m.V.a. den vgl. Erwägungsgrund Nr. 57 sowie Art. 45)) gestärkt worden ist.((BPatG, Beschluss vom 27. Juni 2013 - 30 W (pat) 47/11; m.V.a. den vgl. Erwägungsgrund Nr. 57 sowie Art. 45))
  
-==== Art. 49 Abs. 2 UnterAbs. 2 VO 1151  ====+==== Art. 49 Abs. 2 UnterAbs. 2 Verordnung (EU) Nr. 1151/2012  ==== 
 + 
 +Nach Art. 49 Abs. 2 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 wird der Antrag auf Änderung der Spezifikation einer geografischen Angabe, der sich auf ein geografisches Gebiet in einem Mitgliedstaat bezieht, bei den Behörden des betreffenden Mitgliedstaats eingereicht.((BGH, Beschluss vom 3. September 2020 - I ZB 72/19 - Schwarzwälder Schinken II)) 
 + 
 +§ 132 Abs. 1 MarkenG bestimmt - ebenso wie § 133 MarkenG in der bei Einreichung der Anträge vom 23. März 2005 und vom 13. Februar 2007 geltenden Fassung -, dass solche Anträge gemäß § 130 Abs. 1 MarkenG beim Deutschen Patent- und Markenamt einzureichen sind.((BGH, Beschluss vom 3. September 2020 - I ZB 72/19 - Schwarzwälder Schinken II))
  
 Nach Art. 49 Abs. 2 UnterAbs. 2 VO 1151 hat das nationale Prüfungsverfahren Nach Art. 49 Abs. 2 UnterAbs. 2 VO 1151 hat das nationale Prüfungsverfahren
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 Korrektivs. Im öffentlichen Interesse ist dafür Sorge zu tragen, dass die Spezifikation Korrektivs. Im öffentlichen Interesse ist dafür Sorge zu tragen, dass die Spezifikation
 nur sachlich berechtigte Benutzungsbedingungen enthält.((BPatG, Beschluss vom 27. Juni 2013 - 30 W (pat) 47/11; m.V.a. Strö bele/Hacker, MarkenG, 10. Aufl., § 130 Rn. 74 m. w. N.)) nur sachlich berechtigte Benutzungsbedingungen enthält.((BPatG, Beschluss vom 27. Juni 2013 - 30 W (pat) 47/11; m.V.a. Strö bele/Hacker, MarkenG, 10. Aufl., § 130 Rn. 74 m. w. N.))
 +
 +==== Art. 53 Verordnung (EU) Nr. 1151/2012: Änderung einer Produktspezifikation  ====
 +
 +Nach Art. 53 Abs. 1 Unterabsatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 kann eine Vereinigung, die ein berechtigtes Interesse hat, die Genehmigung einer Änderung einer Produktspezifikation beantragen. Der Antrag hat nach Art. 53
 +Abs. 1 Unterabsatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 eine Beschreibung der beabsichtigten Änderungen und deren Begründung zu enthalten.((BGH, Beschluss vom 3. September 2020 - I ZB 72/19 - Schwarzwälder Schinken II))
 +
 +Führt eine Änderung zu einer oder mehreren Änderungen der Spezifikation, die nicht geringfügig sind, so unterliegt der Änderungsantrag nach Art. 53 Abs. 2 Unterabsatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 dem Verfahren gemäß
 +den Art. 49 bis 52 dieser Verordnung.((BGH, Beschluss vom 3. September 2020 - I ZB 72/19 - Schwarzwälder Schinken II))
 +
 +Nach Art. 53 Abs. 2 Unterabsatz 1 in Verbindung mit Art. 49 Abs. 2 Unterabsatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 prüft der Mitgliedstaat den Antrag auf geeignete Art und Weise, um sicherzustellen, dass er gerechtfertigt ist
 +und die Anforderungen der jeweiligen Regelung erfüllt. Entspricht der Antrag den
 +Anforderungen der Verordnung und den zu ihrer Durchführung erlassenen Vorschriften, stellt das Deutsche Patent- und Markenamt dies gemäß § 132 Abs. 1 in Verbindung mit § 130 Abs. 5 Satz 1 MarkenG durch Beschluss fest. Andernfalls wird der Antrag gemäß § 132 Abs. 1 in Verbindung mit § 130 Abs. 5 Satz 2 MarkenG durch Beschluss zurückgewiesen.((BGH, Beschluss vom 3. September 2020 - I ZB 72/19 - Schwarzwälder Schinken II))
  
 ==== Verordnung EG Nr. 510/2006 (veraltet) ==== ==== Verordnung EG Nr. 510/2006 (veraltet) ====
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