Abtretung von Ansprüchen

Es entspricht ständiger Rechtsprechung des BGH, dass die isolierte Abtretung von Abwehransprüchen grundsätzlich ausgeschlossen ist.1)

Entsprechendes gilt für Unterlassungsansprüche aus einem Eingriff in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb und wegen Kreditgefährdung nach § 824 BGB, die nicht ohne das Recht, zu dessen Schutz der Anspruch dient, abgetreten werden können.2)

Bei wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsansprüchen kommt eine Abtretung nicht in Betracht, weil dies zu einer der gesetzlichen Regelung des § 8 Abs. 3 UWG zuwiderlaufenden Vermehrung der Verfolgungsberechtigten führen würde.3)

siehe auch

1)
BGH, Urt. v. 3. Mai 2007 - I ZR 19/05 - Rechtsberatung durch Haftpflichtversicherer; m.V.a. BGHZ 119, 237, 241 - Universitätsemblem; BGH, Urt. v. 22.2.2001 - I ZR 194/98, GRUR 2001, 1158, 1160 = WRP 2002, 1160 - Dorf MÜNSTERLAND I; BGHZ 148, 221, 225 - SPIEGEL-CD-ROM; Staudinger/Busche, BGB (2005), § 399 Rdn. 39 f.
2)
BGH, Urt. v. 3. Mai 2007 - I ZR 19/05 - Rechtsberatung durch Haftpflichtversicherer; m.V.a. Palandt/Grüneberg, BGB, 66. Aufl., § 399 Rdn. 4; Münch-Komm.BGB/Roth, 4. Aufl., § 399 Rdn. 21
3)
BGH, Urt. v. 3. Mai 2007 - I ZR 19/05 - Rechtsberatung durch Haftpflichtversicherer; m.V.a. Teplitzky, Wettbewerbsrechtli-che Ansprüche und Verfahren, 9. Aufl., Kap. 15 Rdn. 4