Tarifvergütung

Berechnet die Klägerin den Schadensersatzanspruch oder den Wertersatzanspruch nach der angemessenen Lizenzgebühr [→ Lizenzanalogie], hat sie dieser Berechnung regelmäßig die Tarifvergütung zugrunde zu legen, die sie auch bei ordnungsgemäßer Einholung ihrer Erlaubnis für derartige Nutzungen berechnet.1)

Der Schaden [§ 97 (2) S. 1 UrhG → Schadensersatzanspruch] kann nach den Grundsätzen der Lizenzanalogie berechnet werden und dieser Berechnung ist regelmäßig die Tarifvergütung zugrunde zu legen , die der Rechtsverletzer bei ordnungsgemäßer Einholung der Erlaubnis der Klägerin hätte entrichten müssen.2)

siehe auch

§ 97 (2) S. 3 UrhG → Schadensersatz nach Lizenzanalogie

1)
BGH, Urteil vom 25. Oktober 2012 - I ZR 162/11 - Covermount; vgl. zum Schadensersatzanspruch BGH, Urteil vom 1. Dezember 2010 - I ZR 70/90, GRUR 2011, 720 Rn. 19 f. = WRP 2011, 1076 - Multi-mediashow, mwN; GRUR 2012, 715 Rn. 17 - Bochumer Weihnachtsmarkt
2)
st. Rspr.; BGH, GRUR 2011, 720 Rn. 19 f. - Multimediashow, mwN